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10 Gründe, warum Sie regelmäßig Fisch essen sollten - 6 Gründe, warum Sie dies leider nicht bedenkenlos tun können

Unser Fischkonsum

Rund 15 kg Fisch verzehren wir pro Kopf und Jahr, mit steigender Tendenz. Das sind 290 g in der Woche. Besonders Seefisch ist äußerst gesund, denn er versorgt uns mit den wertvollen ungesättigten Fettsäuren, Proteinen, Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen, wie Jod.

Auf der Kehrseite der Medaille müssen wir uns jedoch der Überfischung der Weltmeere stellen und schließlich bedenken, dass viele Fischarten mit Schadstoffen kontaminiert sind, die wir ins Meer gebracht haben. Diese wirken jetzt auf uns zurück.

In diesem Artikel geht es darum, wie wir dem Rechnung tragen können. Wir nennen Ihnen die Gründe, aus denen Sie regelmäßig Fisch auf Ihren Speiseplan nehmen sollten. Sie erfahren von uns jedoch auch, worauf Sie beim Fischkauf besonders achten müssen.

Was macht Fisch so wertvoll?

  1. Fisch ist vollgepackt mit Proteinen, die hochwertig sind, da wir sie in unserem Körper besonders gut aufschließen und in körpereigene Strukturen einbinden können. Im Rind- und Schweinefleisch ist das Eiweiß mit dem Bindegewebe verbunden und deshalb schwer verdaulich. Die Aminosäuren im Fisch können besonders gut in den Muskelfasern verbaut werden. Die proteinreichsten Fische sind Thunfisch, Lachs und Forelle.
  2. Proteine leisten großes für das Immunsystem. Dieses wird zudem noch durch das im Seefisch enthaltene Vitamin D gestärkt.
  3. Der Verzehr von Fischfleisch eignet sich besonders gut zum Abnehmen. Wollen Sie Gewicht reduzieren, empfiehlt es sich besonders, auf den sogenannten Magerfisch zurückzugreifen, dessen Gewebe einen Fettanteil von nur 2 % hat. Zu den fettärmsten Fischen gehören Scholle, Flussbarsch und Seelachs, der sogar nur 1 % Fett aufweist. Lesen Sie in unserem Buch, wie Sie Fisch erfolgreich in den Abnehmprozess integrieren können.
  4. Seefisch enthält die begehrten Omega-3- und 6-Fettsäuren, die wir möglichst oft verzehren sollten. Diese wandern direkt ins Gehirn und unterstützen die Entwicklung, sowie Kapazität des Gehirns. Die Omega-3-reichsten Fische sind Thunfisch, Makrele und Hering. Der Karpfen enthält dafür besonders viel Omega-6-Fettsäure.
  5. Das Risiko auf Herzinfakt sinkt, denn die hochwertigen Fettsäuren halten unser Herz gesund. Durch das Fett werden die Transporteigenschaften des Blutes verbessert. Das schützt unsere Blutgefäße und auch unsere Kapillaren. Omega-3 und 6-Fettsäuren verhindern ein Verkalken der Blutgefäße und damit die befürchtete Arteriosklerose.
  6. Nehmen wir regelmäßig Omega-3 und 6-Fettsäuren zu uns, so sorgen sie in unserem Körper dafür, dass der LDL-Wert verringert wird. Dieses als Low Density Lipoprotein benannte Cholesterin wird auch schlechtes Cholesterin genannt und es ist nur gut, wenn wir davon wenig im Blut haben.
  7. Fisch versorgt den Menschen unter anderem mit Vitamin B12, welches z.B. an der Bildung der roten Blutkörperchen und der Nervenzellen beteiligt ist. Und Vitamin D, welches eine wichtige Rolle bei der Knochenbildung und Muskelgesundheit spielt. Die vitaminreichsten Fische sind Sardine, Makrele und Thunfisch.
  8. Fische beinhalten einen bunten Strauß an Mineralstoffen: Calcium, Kalium, Natrium Magnesium, Phosphor, Schwefel und Chlor. Diese Elemente dienen unter anderem zur Stabilisierung des Skelettsystems, sind Bestandteil der Knochen und Zähne und des Blutes.
  9. Fisch versorgt den Körper mit Spurenelementen, die überaus vielfältig sind. Es sind Elemente, wie Chrom, Eisen, Fluor, Jod, Kupfer, Selen, Zink, Arsen, Nickel, Vanadium und andere. Jod spielt z.B. in der Schilddrüse eine wichtige Rolle und Eisen bei den roten Blutkörperchen, die für den Sauerstofftransport wichtig sind.
  10. Und zu guter Letzt ist Fisch einfach total lecker. Auf den oberen Rängen der Schmackhaftigkeit tummeln sich Zander, Forelle und Lachs. Sie laden dazu ein, die eigene Kreativität in der Küche auszuleben und neue Rezepte auszuprobieren oder sogar selbst zu kreieren.

Wenn man diese 10 Aspekte, die allesamt für den Fischkauf sprechen, miteinander verrechnet, dann kommt man in Punkto Gesundheit und Schmackhaftigkeit auf folgendes Ranking: Sieger ist der Thunfisch, gefolgt von der Forelle, Makrele, Sardine, Hering und dem Lachs. Wenn Sie diese Fischarten bedenkenlos kaufen könnten, dann würden wir uns sehr glücklich schätzen. Doch leider sorgt unser kollektives Verhalten dafür, dass dies nicht möglich ist.

6 Dinge, sie Sie beim Fischeinkauf bedenken müssen:

Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt zwar den wöchentlichen Konsum von Fisch und seinen natürlichen Nährstoffen entsprechend ist das auch als sehr gesund anzusehen. Wäre da nicht der Schatten der Überfischung und der Schadstoffbelastung. Diesen Aspekten müssen wir unsere Siegerliste der sechs gesündesten und schmackhaftesten Fische nun unterziehen.

  1. Meeresfrüchte und Wildfisch werden immer knapper. Überfischung mit schädlichen Fangmethoden führen dazu, dass global gesehen, die Fischbestände schrumpfen. 1/3 der Fischarten sind schon überfischt und 60 % sind nahe an der Grenze, überfischt zu sein.
  2. Um anzuzeigen, ob Fisch mit nachhaltiger Fischerei und ökologisch vertretbaren Fangkulturen gefangen wurde, dient das Siegel MSC (Marine Stewardship Council). Dieses ist als blau-weiße Kennzeichnung auf dem Fischprodukt zu sehen. Oder eben nicht. Die MSC-Kennzeichnung hat jedoch einen Haken. Sie ist leider nicht zuverlässig, denn sie schafft es nicht, die Fanggebiete wahrheitsgemäß abzubilden. So bekommen auch Fischprodukte das begehrte Siegel, die es in der Tat nicht verdienen. Das bedeutet, Fisch wird weiter überfischt, obwohl an der Verpackung das Siegel klebt. Eine Aufstellung über die empfehlenswerten Fischarten finden Sie ausführlich in der Broschüre der Verbraucherzentrale.
  3. Fische, die in Fischkultur gehalten werden, haben oft nicht mehr die Eigenschaften, die Sie sich erhoffen. So geht z.B. der Omega-3-Fettsäure-Gehalt bei Fischen in Aquakultur um ca. die Hälfte zurück. Fische, denen Antibiotika und künstliches Fischfutter verabreicht wurde, haben nicht die gleiche Qualität, wie Wildfische. So schrumpft auch der Vitamingehalt.
  4. Fische, die in einem engen Becken in Massenfischzucht gehalten werden, können sich unter Umständen keines artgerechten Lebens erfreuen. Aus Gründen des Artenschutzes sollten wir diese Fischzucht nicht unterstützen. Mit dem ASC Siegel (Aquakulture Stewardship Counsil) wurde eine entsprechende Kennzeichnung für Fisch aus einer empfehlenswerten Aquakultur geschaffen. Weitere Siegel kommen von Bioland und Naturland.
  5. Wenn Sie nicht aufpassen, dann kann Fisch mäßig bis stark mit Umweltgiften belastet sein. Vor 20 Jahren erreichten uns besorgniserregende Meldungen von Ost- und Nordseefischen, die das hochgiftige TBT (Tributylzinn) in sich trugen. Seitdem nehmen die Meldungen und die Konzentrationen von Dioxin, Schwermetallen und DDT in Seefischen zum Glück ab. Heute sagen Mediziner, dass man jeden Tag 1 kg Seefisch vertilgen müsste, um von Schadstoffen gefährdet zu sein. Da niemand so viel Fisch zu sich nimmt, muss man davon ausgehen, dass der wöchentliche Verzehr von ca. 250 g Fisch nicht gesundheitsschädlich ist. Und trotzdem wird empfohlen, dass Schwangere und stillende Mütter auf Aal, Heilbutt, Rotbarsch, Thunfisch und Bonito verzichten. Diese Fischarten neigen aufgrund ihres Alters und ihrer Größe dazu, Schadstoffe anzusammeln. Abzuraten ist auch von Fisch- und Muschelkonserven. Die Dosen werden von Innen mit einer gesundheitsschädlichen Substanz bestrichen, die in den Fisch einzieht und den Verzehr bedenklich macht.
  6. Fisch kann nur seine ganze gesunde Kraft enfalten, wenn Sie ihn fachgerecht und schonend zubereiten. Kochen Sie eine leckere Fischsuppe oder bringen Sie gedünsteten Fisch auf den Tisch. Soll der Fisch gebraten werden, wählen Sie ein hochwertiges Öl, welches gut erhitzt werden kann, wie Rapsöl.

Welche Fischarten können Sie bedenkenlos verzehren?

Ehrlicherweise muss man sagen: bedenkenlos keine.

Wenn wir tatsächlich, wie die DGE empfiehlt, einmal pro Woche Fisch verzehren, dann wird uns klar, dass Fisch ein kostbares Gut darstellt, dass es zu schützen gilt. Wir sollten Fisch wie eine Delikatesse behandeln. Dementsprechen sollten wir unser Kaufverhalten an nachhaltiger Fischerei orientieren. Gesundheitliche Bedenken wegen Schadstoffbelastung verbieten uns einen erhöhten Konsum. Wir können nicht allein danach gehen, welcher Fisch per sé gesund und schmackhaft ist, sondern wir müssen dies mit seiner Befischung unter ökologischen Gesichtspunkten und seiner eventuellen Schadstoffbelastung gegenrechnen. 

Greenpeace spricht davon, dass wir nur noch den Karpfen bedenkenlos verzehren können. Den können wir uns schon einmal merken, aber tatsächlich haben wir wohl noch einen etwas größeren Handlungsspielraum. Auf jeden Fall sind unter den zur Zeit mit Einschränkungen unbedenklichen Arten der Alaska-Seelachs, Heilbutt, Hering, Kabeljau, Makrele, Rotbarsch, Thunfisch und Zander, wobei man ganz genau schauen muss, aus welchem Fanggebiet der Fisch stammt. Über diese informiert die Verbraucherzentrale ausführlich. Den zu empfehlenden Ratgeber zum nachhaltigen Fischeinkauf können Sie hier herunterladen. Dort sehen Sie z.B., dass Thunfisch aus bestimmten Fanggebieten empfehlenswert ist, aus anderen aber nicht.

Sie sehen die genauen Angaben wie in den nachfolgenden Beispielen vorgestellt:

 Thunfisch in Form von echtem Bonito und Skipjack aus allen MSC-zertifizierten Fanggebieten, außer FAO 77, 81 und 88. Aber auch den nicht-zertifizierten, mit Handleinen und Angelleinen gefangenen Thunfisch aus dem FAO 51 im Westpazifik und dem FAO 77 im Ostpazifik kann man nehmen.

Atlantischer Hering aus FAO 27 Nordostatlantik mit MSC. Nichtzertifizierter Hering aus FAO Nordostatlantik in der See westlich von Schottland und Irland soll hingegen nicht konsumiert werden.

Alaska-Seelachs aus den Fanggebieten FAO 61 Nordwest- und 67 Nordostpazifik mit dem MSC-Siegel.

Weißer, atlantischer Heilbutt aus FAO 21 Nordwestatlantik mit dem MSC-Siegel.

Sardine und atlantischer Lachs sollen zur Zeit wegen Überfischung nicht gegessen werden.

Die Süßwasserforelle kann genossen werden.

Und dieses ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem sehr ausführlichen Ratgeber. Wem der Abgleich der Fanggebiete beim Einkauf zu umständlich ist, der kann sich auch die WWF Fischratgeber APP auf sein Handy laden und damit einkaufen gehen.

Der Aufwand ist relativ gering, doch Sie schützen durch Ihr verantwortungsvolles Kauf- und Konsumverhalten die Ozeane und die Artenvielfalt dieses Planeten.

Dies waren 10 Gründe, warum Sie regelmäßig Fisch verspeisen sollten. Und 6 Gründe, warum Sie dieses nicht bedenkenlos tun können.

Wir hoffen, dass Sie unsere Tipps beim Fischkauf berücksichtigen können und melden uns bald mit unserem nächsten Blogbeitrag. Und bis dahin: Bleiben Sie gesund!

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